Neuerscheinungen und Facelifts - Auf diese Automodelle darf man sich 2017 freuen

2017 wird vor allem das Jahr der Überarbeitungen und Facelifts. Von den mehr als 50 angekündigten Modellen aller Hersteller, enfallen zwei Drittel auf die Modellpflege. Und zwar in allen Sparten und Klassen. Das muss aber nichts schlechtes sein, denn nicht selten erhält man so eine bessere Technik und Ausstattung auf bereits etablierten Plattformen.

Klein und Kompakt

Den Anfang macht Ford mit dem Fiesta. Kein gänzlich neues Modell, da er immer noch auf der Global-B-Plattform basiert, aber mit jeder Menge Änderungen unter anderem in Größe, Design, Ausstattung und Motorisierung. Insgesamt soll er sich vor allem dynamischer und sportlicher fahren. Im krassen Gegensatz dazu steht allerdings die Entscheidung, den Benziner jetzt nur noch mit drei Zylindern auszuliefern. Länger, breiter und trotzdem noch ein Kleinwagen: Auch der SEAT Ibiza geht 2017 in eine neue Generation. Optisch aufgrund der größeren Breite etwas bulliger und schärfer geschnitten, macht sich der Platzgewinn vor allem im Innenraum bemerkbar. Auffällig: Auch hier hat man sich bei den Benzinern für Dreizylindermotoren entschieden.

Service Utility Vehicles (SUV)

Auch einige SUVs werden 2017 ihren Weg zu den Händlern finden. So wie der Opel Grandland X, der im letzten Quartal erscheinen soll und vorher auf der IAA Frankfurt seinen ersten Auftritt hat. Er basiert auf der Plattform des Peugot 3008 und setzt optisch moderne Akzente mit kurzen Überhängen und Beplankungen. Opel möchte einige Ausstattungsmerkmale aus seinen Oberklasse-Modellen übernehmen und baut deshalb unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung ein. Für den Qashqai steht noch kein Generationswechsel an, aber immerhin ein Facelift spendiert Nissan dem mürrisch dreinblickenden SUV, dessen Optik und Technik jetzt mehr an den X-Trail erinnern soll. Ein Vorteil: Motorisierung und Ausstattung bleiben zum Großteil gleich, sodass sich die auf Teilestore.de/Automarke gefundenen Ersatzteile auch weiterhin verwenden lassen.

Rollende Wohnzimmer

Der Stinger ist für KIA in mehrerer Hinsicht eine Revolution, denn es handelt sich um das erste Modell mit Hinterradantrieb und eine fast fünf Meter lange Schrägheck-Limousine, wie man sie seit dem K9 nicht mehr gesehen hat. Da das Auto entsprechend schwer ist, fällt die Motorisierung großzügig aus. 255 PS und 370 PS, beides Vierzylinder-Benziner, sollen zum Start verfügbar sein. Mercedes schickt neben der S-Klasse auch einen neuen Maybach ins Rennen, nämlich den Mercedes-Maybach S 560, den es zwar im Prinzip schon gibt, der in diesem Jahr aber beinahe komplett überarbeitet wird. Optisch nähert man sich dem Facelift der aktuellen S-Klasse an, behält aber die chromierten Elemente an der Front bei. Zudem stattet man ihn mit neuen Fahrassistenten und einem überarbeiteten Lenkrad sowie neuer Motorisierung (4.0 L, 469 PS) aus.

Sportlich abgefahren

Der Porsche 911 GT2 RS soll eigentlich noch ein Geheimnis bleiben. Es gibt jedoch erste Erlkönigbilder und Informationen über die Motorisierung, die ein Boxermotor mit aufgeladenen 600 PS sein dürfte. Optisch erinnert das neue Modell an den GT3 RS, nähere Informationen sind noch nicht verfügbar. Noch mehr auf die Palme treibt es McLaren mit dem 720S, der über satte 720 PS verfügen soll und in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h kommt. Dafür wurde ein 3,8-Liter großer Biturbo in V8-Anordnung in das nur etwas mehr als 1 Tonne wiegende Chassis verbaut, was für ein recht ordentliches Leistungsgewicht sorgt. Zwar legt der Lamborghini Huracán Performante "nur" 640 PS in die Waagschale, ist dafür aber mit einer Zeit von 6 Minuten und 52 Sekunden bereits jetzt Rekordhalter auf der Nordschleife. Der Supersportwagen verfügt wie sein Vorgänger über einen Zehnzylinder-Saugmotor, hat jetzt aber 30 PS mehr.

Was sonst noch kommt

Zwar bringt Tesla kein gänzlich neues Modell auf den Markt, schickt aber immerhin eine überarbeitete Version des letztjährig erschienenen Model 3 ins Rennen. Vor allem am Cockpit und an den Fahrerassistenzsysteme hat man gefeilt. Serienmäßig gehört jetzt auch der Autopilot zur Ausstattung. Ebenfalls voll auf den Elektroantrieb setzt Opel mit dem Apera-e. Knapp 500 Kilometer Reichweite soll das kompakte Leichtgewicht haben, in dem trotzdem fünf Personen seinen Platz finden. Hinzu kommen 381 Liter Stauraum im Kofferraum. Nicht unerwähnt bleiben, weil es immer noch ein beliebtes Fahrzeug ist, soll der Mercedes Sprinter. Der wurde zunächst in Zusammenarbeit mit VW entwickelt, ist jetzt aber ein reines Eigenprojekt und wird momentan fleißig erprobt. Die Optik ist gewöhnungsbedürftig, hat aber bei solchen Fahrzeugen wenig Relevanz. Geplant ist übrigens auch eine 5,5-Tonnen-Variante für Schwerlasten.


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