Tischsitten aus aller Welt

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Tischtitten in Indien

In Indien ist es üblich, zu einer Einladung zum Essen in gepflegter Kleidung des eigenen Heimatlandes zu erscheinen. Das Haus des Gastgebers barfuß zu betreten, ist eine alte indische Sitte, die vielerorts noch geschätzt wird. Der Gast begrüßt zuerst den Hausherren mit einer Verbeugung. Die Hände sind dabei vor dem Körper gefaltet und der Grüßende sagt dabei: „Namaste“! (Übersetzt: „Dir sei Ehre zuteil!“). Eine Handreichung unterbleibt. Der Gast grüßt nach dem Hausherren alle weiteren Anwesenden in hierarchischer Reihenfolge. Die meisten Inder halten Gastgeschenke für unhöflich.

In Indien isst man mit Stäbchen oder der rechten Hand, die linke gilt als unrein. Die Serviette legen Inder auf den Schoß, wer etwas gereicht bekommt, bedankt sich wortlos mit einem Kopfnicken, das von einem Lächeln begleitet wird. Mit lautem Schlürfen bekundet der Inder, dass ihm das Essen schmeckt. Üblich sind sogar Rülpsen und Spucken. Niemand erwartet aber von westlichen Ausländern, dass sie dem folgen. Er kann aber respektvoll darüber hinweg sehen.

Kleiner Überblick
  • essen ohne Besteck oder stäbchen, mit der rechten Hand
  • linke Hand für Esszwecke unrein
  • essen wird kombiniert mit Reis oder Fladenbrot, kommt auf die Region an
  • schlürfen ist ein Zeichen, dass das Essen geschmeckt hat
  • Curry wird in ganz Indien immer individuell zusammen gemischt
  • die Schärfe nimmt in allgemeinen von Norden nach Süden zu

Afghanistan

  • in Afghanitan sitzen die Gäste immer am weitesten von der Tür entfernt
  • innerhalb der Familie sitzen die ältesten am weitesten von der Tür entfernt
  • der Gastgeben bietet den Gästen zuerst das essen an und erwartet auch, dass der Gast auch das meiste isst
  • Gastgeber isst als letzter und das wenigste
  • man kann mit Besteck essen oder mit den Händen, aber nur die mit der rechten Hand, denn auch in Afganistan gilt die linke Hand als unrein
  • nach dem Essen wird ein Krug mit Wasser rumgereicht, mit diesem Wasser werden die Hände gewaschen



Kommentare (1)

01.02.2017

Es hat mir sehr genützt



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